

Kons.Rat Mag.
Stadtpfarrer von Bad Ischl
* 7.09.1958 in Linz
† 01.09.2024 in Gmunden, auf dem Traunstein
Christian Öhler wurde 1958 geboren und wuchs die ersten drei Jahre seines Lebens in Helfenberg auf.
Dann übersiedelte die Familie nach Linz/Bindermichl, wo Christian als "Voestkind" aufwuchs.
1977 Matura am Ramsauergymnasium (wo er auch einen Redewettbewerb gewann - sein Redetalent war in allen seinen Predigten und Ansprachen zu erkennen)
Theologiestudium in Linz und Frankfurt
1985 Priesterweihe und mit dem priesterlichen Dienst beauftragt
1985 – 1995 Kaplan in Linz/Bindermichl
1995 – 2010 Pfarrer in Linz/Marcel Callo
Der junge Pfarrer baute mit jungen Frauen und Männern die lebendige Christengemeinde von Marcel Callo und die Kirche in der Tuchfabrik in Auwiesen auf
1.September 2010 bis 1. Sept. 2024 Pfarrer in Bad Ischl
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Ab 1.9.2010 war Christian Öhler ein weltoffener, humorvoller und allseits geschätzter Pfarrer in Bad Ischl. Er setzte sich für ein versöhnliches Miteinander ein.
Aus seinem Christsein heraus war er gesellschaftlich engagiert. Er wurde Mitglied in vielen Vereinen (Feuerwehr, Ischler Heimatverein, Rotary Club u.v.a.) und war schon nach kurzer Aufenthaltszeit in Ischl voll integriert.
Die Bevölkerung hat ihn sehr geschätzt und seine Tatkraft bewundert. Seine Ansprachen zu den unterschiedlichsten Anlässen bleiben unvergessen, weil einzigartig! Seine Predigten waren bemerkenswert und frei von allen Floskeln. Ein besonderes Anliegen war ihm die Ökumene, bei vielen Anlässen arbeitete er mit der evangelischen Kirche zusammen.
Die Fotos zeigen Aktivitäten in Zusammenarbeit mit dem Ischler Heimatverein.
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Am wichtigsten war ihm die Seelsorge, wobei er sich bemühte, mit allen Menschen in Kontakt zu kommen.
Neben seiner seelsorglischen Tätigkeit hatte er als Pfarrer von Bad Ischl auch viele Verwaltungsaufgaben, die er umsichtig meisterte. Es ging um Pfarrhof, Pfarrheim, Geschäfte Kirchenmauer, Kindergarten, Kalvarienberg, Friedhof.
Das Kirchengebäude betreffend setzte er zwei Meilensteine:
Umgestaltung des Kirchenraumes 2017
Öhler konnte seine theologischen und künstlerischen Vorstellungen in Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt gut verwirklichen.
Restaurierung der Kaiser Jubiläums Orgel 2023
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Herr, du selbst hast die Berge geliebt. Auf einem Berg hast du uns das Beten gelehrt. Auf einem Berg hast du die Friedfertigen gepriesen und die Verfolgten getröstet. Auf einem Berg hast du dein Leben hingegeben für deine Freunde. Und von einem Berg bist du zurückgekehrt in die Unendlichkeit des Vaters.
Herr, auch ich liebe die Berge. Die schönsten Gipfel unserer Heimat sind mit dem Kreuz geschmückt – diesem Zeichen deines Todes, das zum Zeichen unserer Erlösung und unserer Hoffnung wurde; Die Katrin und der Leonsberg, der Dachstein und der Traunstein und die Granitfelsen im Norden des Mühlviertels.
Herr, ich steige so gerne auf die Berge der Heimat, weil ein Weg zu dir über den Gipfel führt. Lass uns Menschen in den Wundern der Natur deine Größe erkennen. Lass uns immer wieder gesund von den Ausflügen in die Natur zurückkehren, in der festen Überzeugung, dort oben in deinen Werken auch dir selbst begegnet zu sein.
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Franz Peter Handlechner hat anläßlich des ersten Todestages von Chtristian Öhler ein Buch mit dem Titel "Hat Jesus jemals gelacht?" heraus gegeben. Es enthält zahlreiche Texte von Christian Öhler, die er zum Teil bereits selbst ausgewählt hat.
Öhler wollte ab 1. September 2025 ein Sabbatjahr nehmen und an einem Buch mit seinen Texten arbeiten. Diese Aufgabe hat nun sein Weggefährte Franz Peter Handlechner übernommen, unterstützt von Alfred Pittertschatscher, Teresa Kaineder und Claudia Kronabethleitner.
Auf 226 Seiten finden sich zahlreiche tiefgehende Texte von Christian Öhler, aber auch Nachrufe bedeutender Persönlichkeiten.
Das ungewöhnliche Titelbild ist ein Selbstporträt des sechsjährigen Christian.
Das lesenwerte Buch ist in der römisch katholischen Pfarrkanzlei am Auböckplatz 3 in Bad Ischl erhältlich.
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"Das Fest Mariä Himmelfahrt setzt voraus, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. Ich sage nicht ein "Weiterleben", genauer muss ich sagen, dass es eine Auferstehung aus dem Tod gibt. Mariä Himmelfahrt ist die Auferstehung Mariens. Maria Himmelfahrt ist das Sterben Mariens. So könnten wir auch von unserem Sterben sagen: Himmelfahrt. Uns steht die Himmelfahrt bevor. Das klingt schon ganz anders, als wenn wir sagen: uns steht der Tod bevor. Während die Hinterbliebenen noch trauern oder auch streiten, wird unsere Himmelfahrt schon voll im Gange sein.
Wären das nicht auch Gedanken für unsere Friedhofsbesuche?"
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Ursprünglich liegt in dieser Grabstätte Carl Reichsgraf Coudenhove (Link unten). Die Familie hat aber bereits vor mehreren Jahren das Grab aufgelassen.
Heute wird diese Gruft auch als Priestergruft der katholischen Kirche genutzt, da die offizielle Gruft in der Mitte des Friedhofs voll ist.
Hier liegen begraben:
Frater Georg Krün (19.4.1951 - 18.4.2007), Franziskanereremit auf dem Kalvarienberg
Pater Eugen Eckerstorfer (12.5.1929 - 15.12.2015), Zisterzienser des Stiftes Wilhering, Religionslehrer, Pfarrer Christian Öhler.
Die Gruft wurde neu gestaltet. In Zusammenarbeit mit Architekt Christian Neureiter fertigte Steinmetzmeister Günter Brucker eine wundervoll passende neue Inschrifttafel an. Darauf ist der Primizspruch Öhlers zu lesen:
EINE SCHLICHTE WASSERLACHE MÖCHTE ICH SEIN UND DEN HIMMEL SPIEGELN (Dom Helder Camera).
Unterhalb der Haupttafel befinden sich 4 neue Steintafeln mit den Namen Krün, Eckerstorfer und Öhler. Die vierte Tafel ist noch frei.
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