

Kommerzialrätin
* 27.07.1929 in Strodenitz bei Budweis
† 15.07.2019 in Bad Ischl
Als Hildegard Reitinger am 27. Juli 1929 in Strodenitz bei Budweis geboren, erlebte sie eine kurze schöne Kindheit, die durch den 2. Weltkrieg jäh unterbrochen wurde. Zu Ende des 2. Weltkriegs 1945 wurde die Familie nach Stuttgart in Deutschland „ausgesiedelt“.
Sie absolvierte das Gymnasium, machte anschließend die Ausbildung zur Hauswirtschafts- und Sportlehrerin und unterrichtete mit Freude.
Ab dem Jahr 1952 kommt sie immer wieder auf Besuch nach Bad Ischl, da hier ihre Cousine lebte.
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Bei einem weiteren Besuch 1962 lernte Sie den damaligen Besitzer der Konditorei-Kaffee Zauner, Herrn Richard Kurth, kennen und lieben. Bereits ein paar Monate später heirateten beide in der Pfarrkirche St. Nikolaus in Bad Ischl. Die viel zu kurze Ehe wurde durch den Tod des Gatten Richard im Jahr 1971 beendet, ein schwerer Schlag für sie. Damit stand die Zukunft der weltberühmten Konditorei Zauner plötzlich in Frage. Es wäre aber nicht „Gärdi“, so wurde sie von allen Freunden und Bekannten genannt, gewesen, hätte sie aufgesteckt. Ganz im Gegenteil, sie nahm die verantwortungsvolle Bürde auf sich, lernte dazu und leitete den traditionellen Betrieb mit viel Einsatz und Opfern als Chefin.
Die Konditorei Zauner war ab diesem Zeitpunkt der Mittelpunkt Ihres weiteren Lebens und so führte sie sehr engagiert und erfolgreich die Geschäfte. Der damalige Chefkonditor Josef Ferner war ihr während dieser Zeit eine große Stütze und half mit den Betrieb immer weiter in die Höhe zu bringen.
1980 kommt es zur Verleihung des österreichischen Staatswappens durch den damaligen Handelsminister und im Jahre 1982 erfolgte die Namensänderung von Hildegard Kurth zu Hildegard Zauner. Fünf Jahre später, 1987 erfolgte die Adoption von Josef Ferner durch Hildegard Zauner. Somit war sichergestellt, dass der weltweit bekannte Betrieb „Konditorei-Kaffee Zauner“ weiterhin erhalten bleibt.
Gärdi Zauner blieb bis ins hohe Alter die Seniorchefin in der Konditorei und war immer voll Tatendrang und Elan anzutreffen. Sie konnte nicht nur mit Unterstützung von Josef Zauner, in den 1980er Jahren die Wiedereröffnung des Cafés Restaurant Esplanade bewerkstelligen, sondern auch noch alle Veränderungen und Renovierungen Cafés Restaurant Esplanade sowie des Cafés in der Pfarrgasse erleben.
Für sie war es aber immer selbstverständlich soziales Engagement zu haben, dies zeigte sich in Spenden an Organisationen in der ganzen Welt, wie der Lebenshilfe Bad Ischl, WWF, Ärzte ohne Grenzen, SOS Kinderdorf, Caritas, Menschen für Menschen oder mit Weihnachtspaketen an bedürftige Ischler Familien.
Weiter hatte sie stets ein großes Herz für Tiere, sie hatte auch Jahrzehnte immer Hunde in ihrem Heim.
Text: Kurt Eckel
Fotos: Porträt Foto Hofer, Zeitung Hörmandinger, Grab Eckel
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1978 Ehrenurkunde und Ehrenmedaille in Gold der Bundesinnung
1994 Oberösterreichische Wirtschaftsmedaille
1997 Das goldene Verdienstzeichen des Landes Oberösterreich
2004 Julius Raab Ehrenmedaille
Verleihung des Titels Kommerzialrätin — für ihre Verdienste für die Republik
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