Malerin
* 10.01.1893 in Linz
† 1970
Fanny, auch Franziska, Newald war die Tochter eines Rechtsanwalts. Sie wuchs in Linz im Palais Starhemberg auf der Promenade auf und maturierte 1909 an der Körnerschule.
Ihre Ausbildung erfuhr sie in den privaten Malschulen von Marie Hedwig Ney, Berta von Tarnóczy, Tina Kofler sowie Matthias May. Ab 1924 studierte sie an der Akademie der Bildenden Künste in München.
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1925 wurde sie Mitglied der Künstlervereinigung MAERZ. Ab 1932 zählte der Künstlerkreis um Rudolf Steinbüchler, Josef Schnetzer und Karl Hauk zu ihrem Bekanntenkreis.
Mit großer Liebe zum Detail schuf die Künstlerin ihre Bilder. Es sind Blumen, Zeichnungen, Stilleben, Stadtansichten und andere Landschafts-Motive aus Linz.
Die beiden Weltkriege führten zu materieller Not und vielen Schwierigkeiten - doch hielt Fanny Newald an einer Kunst fest, für deren profunde Aussage Stille als Voraussetzung galt. Sie arbeite viel nur für sich.
Nach dem Zweiten Weltkrieg beteiligte sie sich gelegentlich an Ausstellung der Berufsvereinigung Bildender Künstler Österreichs Sektion Oberösterreich. Bei einer Ausstellung zum Thema Gartenstadt Linz in der Aula der Kunstschule erhielt Newald 1952 den 3. Preis.
Fanny Newald malte als Angestellte der städtischen Kulturverwaltung von 1945 bis 1960 die Kulissen für die Linzer Puppenspiele und arbeitete dort auch als Kassiererin.
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Das Stadtmuseum Nordico widmete der Künstlerin im Jahr 2014 eine Retrospektive unter dem Titel "Fräulein Newalds Gespür für Stille". Zeitgleich fanden Projekte zur Auseinandersetzung mit der Malerin in der Berufsvereinigung Bildender KünstlerInnen Oberösterreich und in der Körnerschule statt.
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Video zur Ausstellung FRÄULEIN NEWALDS GESPÜR FÜR DIE STILLE im Jahr 2014 im Stadtmuseum Nordico