
Polizist. Von den Nationalsozialisten ermordet.
* 09.10.1897 in Steyrling
† 14.03.1938 in Linz
Josef Schmirl wurde am 9. Dezember 1897 in Steyrling geboren. Zunächst war er, wie schon sein Vater, als Messerschmied tätig. Er absolvierte danach seinen Militärdienst in der kaiserlichen Armee. Im Jänner 1919 wurde er in die Bundesgendarmerie aufgenommen und absolvierte seinen Gendarmeriekurs in Ried im Innkreis.
Während seiner Dienstzeit als Gendarm in Schärding lernte er Annemarie Kranebitter, die Tochter seines damaligen Vorgesetzten, kennen. Er heiratete sie am 5. September 1921. Im September des Jahres 1928 wurde das einzige Kind des Paares, Tochter Anneliese, in Linz geboren.
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Im Jahre 1928 wurde Josef Schmirl auch zur Polizeidirektion Linz berufen, wo er als Kriminal-Oberinspektor und Chef des Personenschutzes nationalsozialistische Vergehen verfolgen musste. Er tat dies mit voller Überzeugung und Nachdruck. Als überzeugter Österreicher machte sich Schmirl wegen seiner Verfolgung der Nationalsozialisten bei diesen verhasst.
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Josef Schmirl wurde unmittelbar nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich in seiner Wohnung verhaftet, ins Linzer Polizeigefängnis überstellt und kurz darauf am 14. März 1938 erschossen. Er gilt als der erste Österreicher, der nach dem Anschluss Österreichs von der SS ermordet wurde.
Offiziell wurde behauptet, Josef Schmirl habe sich durch Erhängen selbst das Leben genommen. Seinem Schwiegervater war jedoch schnell klar, dass dies nicht der Wahrheit entsprach.
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Der österreichische Schriftsteller Ludwig Laher zeichnet in seinem Debütroman “Bitter” über den Kriegsverbrecher Friedrich Kranebitter die letzten Tage von Josef Schmirl, dem Schwager Kranebitters nach.
Die Recherchen des Autors förderten Unglaubliches zu Tage. So hat Friedrich Kranebitter nichts unternommen, um seinen Schwager zu retten. Nach dem Krieg fand Kranebitter bei seiner Schwester, also der Witwe des ermordeten Josef Schmirl, Aufnahme.
Im Rahmen eines Gespräches, das Ludwig Laher mit Anneliese, der Tochter von Josef Schmirl führte, sagte diese über ihren Onkel Fritz: „Auch im schlechtesten Menschen steckt ein Stück Himmel!“ Eine Aussage, die viel Gesprächsstoff provoziert.
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