
Kirchenhistoriker.
* 18.02.1931 in Buchkirchen bei Wels
† 09.03.2016 in Linz
Rudolf Zinnhobler empfing 1955 im Mariendom Linz die Priesterweihe. Er absolvierte von 1951 bis 1956 ein Studium der Philosophie und Theologie in Linz. 1957 wurde er an der Universität Graz promoviert. Von 1958 bis 1964 studierte er Germanistik und Anglistik in Wien, London, Graz und Innsbruck und schloss mit dem Magister phil. ab. 1968 erfolgte die Habilitation in Kirchengeschichte an der Universität Graz.
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Rudolf Zinnhobler erhielt Lehraufträge an den Universitäten in Graz, Innsbruck und Salzburg und an der Pädagogischen Akademie der Diözese Linz.
1969 wurde Dr. Rudolf Zinnhobler zum ordentlichen Professor für Kirchengeschichte und Dozent für Patrologie, ab 1970 zum ordentlichen Professor für Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit an der damaligen Linzer Philosophisch-Theologischen Diözesanlehranstalt ernannt. Von 1973 bis zu seiner Emeritierung 1996 war er Vorstand des Instituts für Patrologie, Kirchen- und Diözesangeschichte an der Katholisch-Theologischen Hochschule (heute: Katholische Privat-Universität Linz), wobei es sein Anliegen war, historisch interessierte Studierende zur wissenschaftlichen Arbeit anzuregen und zu unterstützen.
Zusätzlich übernahm er von 1973 bis 1999 auch die Funktion des Direktors des Diözesanarchivs Linz.
Für die Jahre 1974 bis 1976 wurde Prälat Zinnhobler zum Dekan der Katholisch-Theologischen Hochschule Linz gewählt. In dieser Zeit erfolgte auch durch seinen Einsatz deren Erhebung in den Rang einer Theologischen Fakultät päpstlichen Rechts durch den Vatikan.
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Er war von 1981 bis 2000 Chefredakteur der Publikationsreihe „Neues Archiv für die Geschichte der Diözese Linz“ und von 1982 bis 1994 in der Redaktion der „Theologisch-praktischen Quartalschrift“, davon 1983 bis 1992 als deren engagierter Chefredakteur.
Er arbeitete nicht nur in der theologischen Erwachsenenbildung und diözesanen Priesterfortbildung, sondern wurde auch als kirchenhistorischer Experte in die Gestaltung vieler oberösterreichischer Landesausstellungen und Ausstellungen einbezogen. Seine vielen anerkannten Publikationen wurden durch eine umfangreiche Vortragstätigkeit im In- und Ausland ergänzt.
Neben der wissenschaftlichen Tätigkeit übernahm Prälat Zinnhobler aber auch etliche Seelsorgeaushilfen.
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Sein akademisches und pastorales Wirken wurde vielfach bedankt und ausgezeichnet, etwa durch die Ernennung zum tit. a. o. Universitätsprofessor (1974), zum Päpstlichen Ehrenkaplan (Monsignore, 1983), zum tit. o. Universitätsprofessor (1984) und zum Päpstlichen Ehrenprälaten (1997). An anderen Ehrungen bzw. Preisen seien angeführt: Silbernes Ehrenzeichen des Landes Oberösterreich (1982), Kulturpreis des Landes Oberösterreich für Geisteswissenschaft (1991), Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse (1994), Geistlicher Rat des Bistums Passau (1996), Kulturmedaille des Landes Oberösterreich (1999).
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